Abgeschlossene Studien

Studien der Phase I/II

Es wurden drei klinische Studien der Phase I/II abgeschlossen, bei denen die Sicherheit und Verträglichkeit von Trabedersen (AP 12009) beim Menschen geprüft wurde. Diese Studien waren darauf ausgelegt, bei Erwachsenen mit einem rezidivierenden oder refraktären malignen Gliom, anaplastischen Astrozytom (WHO Grad III) oder Glioblastom (WHO Grad IV) die maximal verträgliche Dosis von Trabedersen zu bestimmen. Auch als die Trabedersen-Dosis um mehr als das 100-fache erhöht worden war, schätzte ein unabhängiges Expertengremium die Behandlung als sicher ein. Das Arzneimittel wurde von den teilnehmenden Patientinnen und Patienten gut vertragen.

In diesen Studien wurden auch vorläufige Daten zur Wirksamkeit von Trabedersen gewonnen. Die Magnetresonanztomographie (Magnetresonanztomographie) und die klinischen Befunde ergaben bei mehreren Erkrankten, dass sich die Erkrankung stabilisiert hatte. Bei zwei Patienten kam es zu einem vollständigen und lang anhaltenden Rückgang des Tumors. Annähernd 6 Jahre nach der Behandlung mit Trabedersen ist einer dieser Patienten (mit der Diagnose eines rezidivierenden anaplastischen Astrozytoms) immer noch am Leben. Dabei handelt es sich unter Berücksichtigung der schlechten Prognose für diese Patienten um bemerkenswerte Ergebnisse.

Studie der Phase IIb

Das Ziel der multinationalen Studie der Phase IIb war es, die Wirksamkeit und Sicherheit von Trabedersen (AP 12009) bei Patientinnen und Patienten mit rezidivierendem oder refraktärem malignen Gliom zu untersuchen. Insgesamt 145 Patientinnen und Patienten mit einem anaplastischen Astrozytom (WHO Grad III) oder mit einem Glioblastom (WHO Grad IV) wurden nach dem Zufallsprinzip der Behandlung mit Trabedersen (Dosis: 10 μM oder 80 μM) oder der Chemotherapie mit Temozolomid oder PCV zugeteilt. Wie die Ergebnisse der Studie zeigten, wurde Trabedersen gut vertragen. Ein lang anhaltendes Ansprechen des Tumors (entweder Stabilisierung des Tumorwachstums oder Rückgang des Tumors) wurden bei einer Reihe von Patientinnen und Patienten mit einem anaplastischen Astrozytom oder Glioblastom festgestellt. Bei einer Reihe von Patienten stabilisierte sich der Tumor auch nach Abschluss der Behandlung mit Trabedersen oder verkleinerte sich weiter.

Die wichtigsten Ergebnisse der Phase IIb-Studie bei Patienten mit rezidivierendem oder refraktärem anaplastischem Astrozytom waren wie folgt:

  • Die gegenwärtige mittlere Überlebenszeit beträgt für Patientinnen und Patienten, die mit 10 μM Trabedersen behandelt wurden, 39,1 Monate im Vergleich zu 21,7 Monaten in der Kontrollgruppe unter Chemotherapie. Im Vergleich zur Chemotherapie beläuft sich der Überlebensvorteil von 10 μM Trabedersen auf 17,4 Monate (Daten vom August 2008).
  • 83 % der mit 10 μM Trabedersen behandelten Patientinnen und Patienten überlebten 2 Jahre, im Gegensatz zu 42 % der mit einer Standard-Chemotherapie versorgten Patienten.
  • Bei den mit Trabedersen Behandelten nahm die Zahl der Patienten, deren Tumor auf Trabedersen ansprach, gesamt gesehen beständig zu und bei 42 % der Patientinnen und Patienten kam es nach 14 Monaten zu einem teilweisen oder vollständigen Ansprechen des Tumors. Während der gleichen Zeit fiel in der Kontrollgruppe unter Chemotherapie die Rate der Patienten, deren Tumor auf Trabedersen ansprach, auf Null ab, wobei hier vorher eine maximale Rate von 25 % nach 6 Monaten zu beobachten war.

10 μM Trabedersen ist die empfohlene Dosis für die weitere klinische Entwicklung für Patienten mit malignem Gliom.

Die klinischen Befunde aus der Phase IIb Studie werden nun gegenwärtig bei Patientinnen und Patienten mit einem rezidivierenden der refraktären anaplastischen Astrozytom in der SAPPHIRE-Studie der Phase III eingehender untersucht.